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Am 13. Juni habe ich in diesem Beitrag Euch gefragt, was man in Schweden unbedingt erlebt haben sollte. Mit meinem Roadtrip durch Südschweden wollte ich dann einige Tipps abfahren. Aber es kamen so viele Hinweise, dass ich leider in der kurzen Zeit vor Ort nicht alles „abarbeiten konnte“. Trotzdem ein großes Dankeschön an Euch und auch an die LeserInnen des Norr-Magagzins. Das hat nämlich einen Guide mit den 15 coolsten Hotspots in Südschweden erstellt. Meine 10 Highlights könnt Ihr in diesem Beitrag nachlesen.

Mit diesen Top 10-Listen ist das immer so eine Sache. Es gibt keine, die für alle gilt. Natürlich ist das immer sehr individuell. Da es schon eine Liste mit den 15 besten Orten von Norr gibt und sicherlich auch mit Campingplätzen, Outdoor-Aktivitäten und so weiter, kommt hier meine persönliche NordicWannabe-Liste: 10 Dinge, die man in Schweden erlebt haben sollte. (Man bedenke aber bitte, dass ich nur im Süden unterwegs war.)

Platz 1: Auf den Spuren von Kurt Wallander

Natürlich ist der schwedische Kommissar Kurt Wallander von Henning Mankell ein Klassiker und Must-have bei den Liebhabern skandinavischer Krimi-Fans. Da spielt es keine Rolle, ob man die Bücher, die Verfilmung oder Vertonungen als Hörbuch mag. Kurt Wallander und seine Fälle in der Region Ystad sind für die deutschen Krimi-Fans, die eh mit der Fähre nach Trelleborg fahren, ein Besuch wert. Mit einem Stadtplan, einer App oder per Führung kann man auf den Spuren des Kommissars durch die Stadt schlendern und viele Drehorte abgehen. Ein Besuch im Museum sollte man sich überlegen. Es ist leider nicht so der Renner.

Platz 2: Inga-Lidström – Kulissen entdecken

Wer kennt sie nicht, die erfolgreiche Filmreihe beim ZDF: Inga Lidström mit zahlreichen Liebesgeschichten mit Happy-End. Alle lieben sich und gut ist. Genau so ist auch die Stimmung, wenn man auf die kleinen Inseln vor Karlskrona fährt. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Blaues Meer, sattes grün, graue Felsen und rote Häuser: die merkte Filmkulisse für einen Inga Lidström-Film. Ich weiß nicht, ob hier tatsächlich schon mal für die Serie gedreht wurde, aber egal. Die Landschaft ist wunderschön. Man gerät ins Schwärmen, kann sich entspannen und die Seele baumeln lassen. Die Inseln vor Karlskrona sind ein Must-have.

Platz 3: Pippi Langstrumpf treffen

Wer mit oder ohne Kinder nach Schweden fährt, muss unbedingt irgendwas mit Astrid Lindgren-Flair erleben. Meine Route führte mich leider nicht nach Vimmerby, wo die Welt von Astrid Lindgren erlebbar ist. Aber auch überall sonst in Schweden weht ein Hauch Lindgren. Zum Beispiel ist in diesem Sommer ein Open-Air Theater mit Pippi Langstrumpf vorm Scholar in Kalmar. Ich habe dort natürlich nicht die echte Pippi Langstrumpf entdeckt, aber es zählt ja das Feeling. In ganz Småland stehen Häuser, die an Michel erinnern oder auch Karlsson vom Dach könnte jeden Moment über einen fliegen. Man braucht nur Fantasie. 🙂

Platz 4: Schwedische Königsfamilie

Wer nicht bis nach Stockholm kommt, wo die königliche Familie im Schloss lebt, sollte einen Abstecher nach Öland machen. Die Insel an der östlichen Küste mit 140 Kilometern hat einiges zu bieten. Neben Windmühlen, Bohnenchips, Fahrradfahren, Strand, Natur gibt es hier auch die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie. Das Schloss Solliden, es ist eher ein Haus, liegt nur weniger Kilometer von Borgholm entfernt. Hier kann man sich den königlichen Garten ansehen, der sehr imposant ist.

Platz 5: Elche sehen und anfassen in Schweden

Es ist wohl der Traum jeden Schweden-Urlaubers: Einen Elch sehen oder anfassen. Der Mythos Elch. Er ist das unbestrittene Symbol Skandinavien. Er ist das Logo von NordicWannabe.com und man muss ihn einfach lieben. Ich hatte bisher Elche nur in einem Park in Göteborg gesehen und in einem Zoo in Norwegen. Doch ich hatte mir für meinen Roadtrip vorgenommen einen Elch zu streicheln und einen in der freien Laufbahn zu sehen. Und beides hat geklappt. 🙂

Den Elch in der freien Laufbahn haben wir abends neben der Autobahn von Kalmar nach Kosta gesehen. Er kam aus dem Gebüsch, guckte und ging wieder zurück. Ein unvergesslicher Moment. Es existiert nur ein Video davon auf Instagram, weil ich keine Speicherkarte in meiner Kamera hatte und mich heute noch ärgere. Im Grönåsen Elchpark war es dann wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Viele Elche, die man sehen und fotografieren und sogar streicheln kann.

Platz 6: Einen schwedischen IKEA besuchen

Als Skandinavien-Blogger ist IKEA für mich total gesetzt. Viele der Designs erinnern an Schweden, die Möbel und Wohnaccessoires haben oft noch skandinavische Wurzeln und der Schweden-Shop im Erdgeschoss bietet immer schwedische Süßigkeiten. Ich wollte unbedingt mal wissen, ob der schwedische iKEA genau so aussieht, wie der deutsche IKEA-Laden. Und ja, sie sind sich sehr identisch. In Jönköping konnten wir einen ganz kurzen Besuch im Schweden-Shop machen und haben Organich-Himbeer-Saft entdeckt. Nun ja. Auf jeden Fall bin ich jetzt eine Erfahrung reicher. 🙂 Wer in der Nähe von Älmhult ist, sollte sich das neue IKEA-Museum mal anschauen.

Platz 7: Mittsommer in Schweden feiern

Wer im Juni nach Schweden reist, sollte unbedingt seine Reise so legen, dass man Mittsommer am 24. Juni in Schweden feiern kann. Es gibt auch die Möglichkeit in Deutschland zu feiern, aber nur in Schweden ist es authentisch. Ich feierte Mittsommer im Vänersborg. Es gab Musik, Tanz und einen Mittsommerbaum, der vorher gemeinsam geschmückt wurde.

Platz 8: Rote Holzhäuser am Wasser

Man könnte es auch als Fetisch beschreiben, aber rote Holzhäuser am Wasser sind für mich neben dem Elch ein Wahrzeichen Skandinaviens. Und besonders an der Westküste Schwedens nördlich von Göteborg findet man viele dieser Häuser inklusive Wasser, Strand und Sonne. Die Rede ist von so kleinen, schönen Orten, wie Fjällbacka und Smögen. Sie mag das, wenn die Häuser ganz dicht am Wasser stehen. Es ist so maritim, skandinavisch und dann noch Fisch essen: perfekt. Ich kann Euch die Westküste sehr empfehlen, wenn Ihr eh mit der Fähre in Göteborg ankommt. Oder wenn Ihr über Kopenhagen und Malmö die Küste entlang nach Norwegen fahrt. Dann liegt es ja auf der Strecke und die kleinen Orte sollten unbedingt besucht werden.

Platz 9: Schwedisches Essen

Wenn ich in Skandinavien bin, kann ich mich nicht zusammenreißen und muss unbedingt Süßigkeiten probieren und auch lokale Spezialitäten. So auch in Schweden. Marabou Schokolade und Lakritz gehören da zu den heißesten Kandidaten bei den Godis. Zimt- und Vanille-Schnecken sind da genau so lecker, wenn es um Gebäcke geht. Doch auch Lachs und die schwedischen Fleischbällchen Köttbullar dürfen nicht fehlen. Schwedische Erdbeeren schmecken genau so gut, wie Hotdogs und ganz besonders war der typische Eierkuchen aus der Region Skåne mit Speck und Preiselbeeren. Einfach mal ausprobieren. 🙂

Platz 10: Mit Stena Line nach Schweden fahren

Nach Schweden kommt man schnell, bequem und umweltfreundlich mit Stena Line. Entweder von Rostock nach Trelleborg oder von Kiel nach Göteborg. Ich bin beide Strecken gefahren und würde Euch für den Urlaub immer die Strecke Kiel – Göteborg empfehlen. Das Schiff ist super, das Essen war top und auch die Kabine. Die Verbindung ist perfekt für einen Städtetrip nach Göteborg und auch für die Weiterreise durch Schweden oder nach Norwegen/Finnland. Die Verbindung von Rostock nach Trelleborg habe ich nachts getestet und das würde ich nie wieder machen. Die Überfahrt dauert sechs Stunden und die Zeit ist zu kurz zum Schlafen. Ich würde dann lieber tagsüber fahren und mir ein Hotel in Ystad suchen, um dann frisch zu starten. Für LKW-Fahrer ist die Überfahrt vielleicht perfekt, weil es schnell geht und sie sich ausruhen können. Aber Urlaubsstimmung kommt nicht auf, wenn man so kurz schläft und dann noch weiterfahren muss. Dann lieber tagsüber entspannt.

Das waren meine 10 Dinge, die ich in Schweden erleben wollte. Falls Ihr noch Anmerkungen oder Fragen habt, schreibt doch einfach einen Kommentar. 🙂

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