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Ein Hygge Magazin? Eigentlich müsste ich jetzt ausrasten, auf dem Bett hüpfen vor Freude und ganz laut schreien. Aber ist das dann noch hyggelig? Mit Rücksicht auf die Nachbarn verzichte ich auf das Schreien und hüpfe einfach vor Freude durch meine Wohnung. Endlich gibt es ein Magazin, was uns nörgelnden und „mein Glas ist halbleer“-denkenden Deutschen das dänische Lebensgefühl Hygge näherbringen möchte. Es heißt Hygge Magagzin und erscheint sechs mal jährlich. Ich selbst habe im Februar begonnen mein Leben auf „Hygge umzustellen“. Das klingt so, wie „Ich habe mit dem Rauchen aufgehört“, „Ich bin nun Veganer“ oder „Ich esse nur noch lowcarb“. Aber tätsächlich fühlt sich das Leben unbeschwerter an, wenn man seinen Alltag hyggelig gestaltet. Ich bin gespannt, was das Magazin so zu bieten hat – oder sind das nur die Nachwehen des Hygge-Hypes aus dem Jahr 2016? Das Heft richtet sich an Frauen zwischen 25 und 55 Jahren. Erhältlich ist es ab dem 21. Juni für 5,00 Euro im Handel. Ich kann Euch jetzt schon sagen: kaufen, kaufen, kaufen. Es lohnt sich! Bist du schon hygge – oder lebst Du noch? 🙂 Euer Stefan 

Erster Eindruck vom Hygge Magazin

Als ich vor vier Wochen zufällig die Pressemitteilung las, dass es ein Hygge Magagzin von G+J geben soll, habe ich mich sehr gefreut. Ich lese seit einiger Zeit die LIVING AT HOME und war noch mehr erfreut als ich las, wer hinter dem neuen Magazin steckt. Chefredakteurin ist Sinja Schütte, die einfach weiß, wie man Inhalte emotional den LeserInnen schmackhaft macht. Ebenso an Bord ist als Kreativdirektor Andreas Lichtenstein, der einem auf einer Doppelseite so viele Inspirationen durch seine geschmackvolle Zusammenstellung an Accessoires und Möbeln geben kann, wie nur wenige. Und dann ist auch, wie im Impressum gelesen, Silke Pfersdorf dabei, die einfach Texten kann, dass einem das Herz aufgeht. Doch so ein Magazin ist eine Teamleistung und da wundert es mich nicht, dass auf Seite Fünf das Hygge-Team gezeigt wird.

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Bevor ich aber weitermache, muss ich noch kurz die Basics aufzeigen. Das Magazin hat 162 Seiten, ist farbig gedruckt, kostet 5 Euro und soll sechs Mal erscheinen. 2017 gibt es nach der Erstausgabe noch eine im September und November. Das Cover ist von der Haptik gut verarbeitet und hochwertig. Die Gestaltung holt mich sofort emotional ab. Man sieht Wasser, Sonne und spielende Kinder. Die erste Ausgabe widmet sich dem Sommer mit Freunden. Und es wird konsequent die Leserin geduzt. Das finde ich wunderbar – schließlich sind wir in Skandinavien.

Hygge Magagzin – Die Aufmachung

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Schon beim ersten Durchblättern fallen die großflächigen Bilder auf. Toll! Es ist relativ wenig Werbung enthalten, was wohl daran liegt, dass es die Erstausgabe ist. Diese Tatsache reißt einen nicht aus der Hygge-Welt. Es gibt einen kleinen Übersteher, der gerne für den Handel genutzt wird, weil er dann den Kundenblick auf sich sieht. Und das loht sich in diesem Fall, denn gibt es ein kleines Poster in DinA4, das etwas an schwedisches Retro-Design erinnert, wie man es früher auf Handtüchern und Schalen hatte. Heute ist es wieder angesagt. Wenn man das Magazin aufschlägt, landet man sofort auf Seite 131. Dort ist ein kleines Buch mit zwei kurzen Liebesgeschichten versteckt.

Hygge Magazin – Der Inhalt

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„Meine Damen und Herren – bitte schnallen Sie sich an und tauchen Sie ein in die Hygge-Welt.“ So fühlte ich mich, als ich das Magazin während einer Zugfahrt verschlungen, aufgesaugt und mich beim Aussteigen hyggelig beflügelt fühlte. – Es geht zunächst ganz langsam los. Im „Print-Instagram“-Style gibt es zunächst ein paar Fotos mit kurzen Sätzen. Perfekt, um abzutauchen in den Sommer in vier Rubriken: „Zusammen sein“, „Verwöhnt werden“, „Zuhause sein“ und „Draußen sein“. Jede Rubrik hat dann ein paar Artikel. Alle blau Gekennzeichneten haben etwas mit dem Titelthema zu tun. Besonders gut gefallen mir die „Magazin“-Seiten. Auf einer Doppelseite gibt es viele, kleine Inspirationen. Dann startet auf Seite 22 die Einführung in das Thema Hygge, das u.a. gemütlich, angenehm, nett und geborgen bedeuten kann. Auch wird in diesem Teil auf den beeindruckenden dänischen Glücksforscher Meik Wiking eingegangen. (Die Rezension zu seinem ersten Buch könnt Ihr hier lesen. Das neue Buch von ihm erscheint demnächst.) Die Anleitung zum Hygge sein, Seite 32/33, klingt wie die „10 Gebote“ zum Hygge werden, passt aber. Und nun kommen wir zu einer Hygge-Linie, die sich durch das gesamte Heft zieht. Das Redaktionsteam erzählt persönliche Geschichten: Sinja Schütte berichtet vom Familienurlaub aus Schweden, Andreas Lichtenstein geht zum Entspannen in die Berge und Redaktionsleiterin Merle Wuttke plaudert aus dem Nähkästchen, backt Zimtschnecken, „sammelt“ Blaubeeren und reist nach Aarhus, wo sie u.a. die wunderbare Heidi vom Stadtmarketing getroffen hat.

Wie viel Hygge steckt wirklich in dem Hygge Magazin?

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Es steckt schon viel Hygge in dem Hygge Magazin. Mit einer Auflage von 250 Tausend richtet es sich eben an die breite Masse und da ist klar, dass es auch ein paar Themen geben muss, die dann etwas „beliebig“ sind, wobei das jetzt zu krass klingt vielleicht. Es gibt ein paar Artikel, die ich einfach überschlagen habe, weil ich zu sehr auf Skandinavien ausgerichtet bin. Aber für die Leserinnen sind diese sicherlich bereichernd: Singen. Hmm. Ja. Italien. Hmm. Okay. Tomaten. Nun ja. Aber vielleicht es auch gerade das, was hyggelig ausmacht? Jeder assoziiert damit etwas anderes. Es muss ja nicht immer nordisch sein. Obwohl für die Sommerausgabe gut das gemeinsame Krebs-Essen oder Mittsommer in Schweden gepasst hätte fürs Social Dining. – Weiter geht es mit Einrichtungstipps und Blumen ab Seite 101. Ein Highlight ist „Der richtige Ton“ ab Seite 116. Hier wird die nordische Natur mit Tischkultur für Zuhause kombiniert. Das Foto mit dem Sternenhimmel und dem passenden Geschirr ist atemberaubend. Abschließend geht es nach „Draußen“ mit dem Fahrrad und nach Dänemarks Kulturhauptstadt 2017: Aarhus.

Fazit: Gibt es was zu meckern?

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Es gibt so genannte Skandinavien-Experten, die sich sicherlich darüber beschwerden würden, dass über Dänen gesprochen wird, aber Schwedinnen gezeigt werden (Seite 22). Insgesamt finde ich „Hygge“ perfekt, um mal zu schnuppern, ob Hygge was für einen ist. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Herbst- und Winter-Ausgaben gestalten. Die November-Ausgabe ist ja wie gemacht für Hygge-Kekse, Nordlichter in Norwegen und Schnee in Lappland. Kamin. Wolldecken. Und Dicke Socken. In diesem Sinne: Leute, holt Euch das Magazin und legt es Euch unters Kopfkissen. Ihr werdet Euch hyggelig fühlen.

Kurze Anmerkung mit einem Augenzwinkern:

Da sich das Magazin nur an Frauen richtet, gibt es für alle Frauen UND Männer in meiner neuen Hygge-Rubrik www.Hygge-Blog.de u.a. ein paar Rezepte, Hygge-Orte und eine Playlist für Spotify. 🙂

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