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Die Sonne scheint, es ist kalt und man sieht Schnee so weit das Auge reicht. – Alta in Nordnorwegen war der nördlichste Punkt meiner Reise in den hohen Norden. Nach dem Ablegen mit dem Schiff in Tromsø ging es direkt weiter in die kleine Stadt der Nordlichter. Da wir wieder mit der AIDAcara über Nacht im Hafen blieben, konnten wir uns abends auf die Suche nach Polarlichtern machen. Doch tagsüber ging es zunächst in ein Sami-Dorf mit Rentieren. Da ich immer noch krank war, habe ich irgendwie auf Sparflamme alles mitgemacht. Aber meine Highlights, besonders mit den Rentieren, von diesem Ausflug findet Ihr in diesem Blogpost. Gruß Stefan

Abfahrt von Alta zum Sami-Dorf in der Finnmark

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Mit dem Bus ging es direkt vom Hafen in Alta in Richtung Finnland nach Kautokeino. Denn das Sami-Dorf, was wir besuchen wollen, liegt in Masi. Das ist nah der finnischen Grenze in Norwegen und es führt nur eine Straße dort hin. Links und rechts neben der teilweise kurvigen Straße war alles weiß. Die Seen waren zugefroren, kleine Wasserfälle präsentierten sich im blauen Eis und überall lag Schnee. Wir fuhren durch weite Ebenen und enge Bergschluchten. Wir waren mitten irgendwo in der Finnmark. In Deutschland würde man sehr langsam fahren in dieser Jahreszeit, der einheimische Busfahrer fuhr sehr zackig, aber routiniert durch die Winterlandschaft. Man muss sich keine Sorgen machen, denn die Fahrer kennen sich aus und die Reifen haben kleine Spikes damit sie nicht rutschen. Generell bin ich kein Freund von Reisebussen, aber die 1,5 stündige Fahrt pro Strecke ging schnell vorbei.

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Das lag aber auch an unserer tollen Reiseleiterin, die aus Deutschland stammt und in Alta Touristik studiert. Übrigens sahen wir unterwegs viele Norweger auf Ihren Schneemobilen oder auch Hundeschlitten. Denn in der Zeit lief gerade das große Hundeschlitten-Rennen von Alta nach Kirkenes und wieder zurück. Und an dem Tag wurden die Schlitten im Ziel erwartet.

Ankunft im Sami-Dorf Nordnorwegen

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Als wir mit dem Bus ankamen, war es irgendwie merkwürdig. Eigentlich leben die Sami ja mit Ihrer Herde Rentiere in der Natur. Aber hier gab es Häuser, Strom und so weiter. Moderne Sami nutzen sogar einen kleinen Hubschrauber, um Ihre Tiere aus der Luft zu sehen. Das Dorf bestand aus dem Wohnhaus, wo sich auch die Toiletten für die Touristen befanden, einem großen traditionellen Zelt, vielen Schlitten aus Holz und Schneemobilen. Überall lag Schnee. Es war schön kalt. Und das Beste war, dass die Sami ihre traditionellen Trachten trugen. Nach einer kurzen Einführung haben wir uns dann in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe setzte sich immer paarweise in einen Schlitten und die Anderen hatten die Gelegenheit etwas mit dem Lasso zu üben. Wie fängt man ein Rentier? Ich habe komplett versagt und eigne mich nicht als Rentier-Cowboy. Haha. Man rollt das Lasso mit einer besonderen Technik auf mit großen Schlaufen und wirft es dann um das Geweih des Tieres. Natürlich haben wir nicht an echten Tieren geübt, sondern an diesen Holzgestellen, wie Ihr auf den Bildern sehen könnt.

Schlittenfahrt mit Rentieren

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Dann war es endlich soweit. Es ging in die Schlitten. Ein großer Traum von mir ging in Erfüllung. Ich wollte schon immer mal Rentiere treffen und auch eine Schlittenfahrt mitmachen. Zwar hatte ich in Tromsø schon welche gesehen, aber hier in Masi gab es viel mehr. Alte und junge Tiere in unterschiedlichen Farben. Es war sogar ein weißes Rentier dabei.

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Ich wollte auch gerne eins streicheln, aber nicht alle Tiere wollen das. Es gab Tiere, die an Menschen gewöhnt sind und manche Rentiere sind eher scheu und haben Angst vor Menschen. Dann sollte man das akzeptieren und sie in Ruhe lassen. Mit mir ging es nun in den Schlitten und war die Aussicht nicht toll?

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Ich hatte so ein schlechtes Gewissen, dass das Tier uns ziehen musste und es wohl sehr schwer war. Aber der Sami-Chef meinte, dass das Tier 400 Kilogramm ziehen kann. Respekt. Das ist schon sehr viel. Unser Rentier war ein Weibchen und sehr stark. Es war so gemütlich im Schlitten. Man wird in Decken eingehüllt und wird dann durch den Schnee gezogen. Die Strecke war leicht hügelig und einmal rutschten wir seitlich ab. Ich hatte irgendwie immer Bedenken, dass wir umkippen. Aber das Rentier hat uns sicher durch die Winterlandschaft gezogen. Wie lang dauerte die Fahrt? Es waren so 20 bis 30 Minuten und  hat sich auf jeden Fall gelohnt. Danach gingen wir alle in das Zelt und bekamen heißen Kaffee, Rentier-Fleisch und leckeren Kuchen.

Der Sami-Chef hat noch viele Fragen beantwortet und erzählt, was man einen Sami niemals fragen darf. Fragt niemals, wie viele Rentiere er hat. Das ist so, als würde man Euch fragen, was Ihr auf dem Konto habt. Am Ende joikte er noch für uns. Joik ist dieser typische Sami-Sprechgesang, der etwas an Jodeln erinnert. Je nach Bedeutung ändert sich der Joik. Sehr beeindruckend und persönlich war diese kleine Darbietung.

Rentiere in Norwegen

Was verbindet Ihr mit Rentieren? Ich denke dann sofort an Weihnachten mit „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ aus dem Jahr 1949. Und natürlich an Norwegen. Leider habe ich noch keine Rentiere in der freien Wildbahn gesehen. Obwohl. Das stimmt nicht. In Honningsvåg habe ich Rentiere an der Tankstelle gesehen und auf dem Weg zum Nordkap. Aber so richtig nah bin ich einem Rentier erst Nordkap bekommen, da war es aber voll mit Touristen und zuletzt in Tromsø. Doch hier in Masi waren die Tiere zwar auch angebunden, aber irgendwie mit der Umgebung fühlte es natürlicher und freier an.

Nordlichter in Norwegen

Alta ist die Stadt der Nordlichter. Weil sie sehr im Norden Norwegens liegt, ist die Chance sehr hoch hier Polarlichter zu sehen. Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit sie zu sehen zwischen 97 und 99 Prozent liegt. Alta ist die größte Stadt in der Region Finnmark und es gibt einen kleinen Flughafen, der direkt am Hafen liegt. Wir konnten bei unserer Abfahrt mit der AIDAcara auch landende Flugzeuge beobachten.

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Im Winter kann es hier übrigens – 30 Grad Celsius werden. Sehr beeindruckend ist die Nordlichtkathedrale, die ich leider nicht besuchen konnte. Deshalb gibt es hier ein Pressefoto von Visitnorway. Wäre ich nicht krank gewesen, hätte ich noch einen Rundgang durch die Stadt für Euch gemacht. Im nächsten Blogpost zeige ich Euch meine Erlebnisse von der Nordlichtsafari mit Peskatun.

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(c) Anne Olsen Ryum / www.nordnorge.com
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