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Im März 2017 hatte ich in Alta, Nordnorwegen, meine zweite Chance Polarlichter zu sehen. Und es hat geklappt. Es war so wunderschön. Trotz Fieber und Schüttelfrost bin ich in die Kälte und habe eine Nordlicht-Safari mit Peskatun gemacht. Im Gegensatz zu der Safari in Tromsø, waren wir im Minibus mit sechs Personen unterwegs. Das ist viel schöner, wenn es nur eine kleine Gruppe ist. Wir hatten einen erfahrenen Guide dabei, der auch Fotograf ist und tolle Tipps parat hatte. Es gab warme Suppe, Getränke – und sogar warme Kleidung konnte man sich leihen. Aber dazu später mehr in diesem Blogpost. Außerdem möchte ich Euch meine Erfahrungen mit den Polarlichtern in 10 Tipps zusammenfassen. Ich kann schon mal diese App empfehlen: Norway Lights. Damit könnt Ihr sehen, ob und wann in Eurem Urlaub die Nordlichter kommen. Gruß, Stefan

Peskatun Nordlicht-Camp

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Ein echt toller Service. Wir wurden vom Schiff direkt am Kai abgeholt und nach einer kurzen Pause in der Innenstadt zum Nordlicht-Camp von Peskatun gebracht. Es liegt etwa 14 Kilometer von Alta entfernt. Sie holen einen wohl von jeder Adresse ab, so sagte man es uns. Also auch vom Hotel etc innerhalb Alta. Im Camp wurden wir erst mal begutachtet. Ich hatte nur eine Jeans an und man hätte uns auch zusätzliche Winterkleidung und Schuhe ausgeliehen. – Im Camp gibt es vielen Parkplätze, Toiletten, eine Hütte zum Aufwärmen mit heißen Tee und eine Halle, wo es Präsentationen über Polarlichter gibt. Auch wenn ein Kreuzfahrtschiff unterwegs ist, wie bei uns, hat man dort genug Platz.

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Es dauerte keine 30 Minuten und schon kamen die ersten Aurora Borealis, die am Himmel tanzten. Der Ausblick war fast wolkenfrei und es war sehr imposant. Dort sind dann diese ersten Fotos entstanden.

Nordlicht-Safari mit dem Minibus

Ich weiß nicht, wo wir hingefahren sind, aber ging wieder in Richtung Masi, wo wir am Vormittag die Rentiere besucht hatten. Wir fuhren und fuhren immer weiter, es war stockdunkel draußen. Neben uns waren nur Wälder zu sehen. Ich dachte immer, was machen wir wenn spontan ein Elch auf die Straße läuft hier mitten in der Wildnis? Aber es verlief alles gut. Nach einer Stunde fuhren wir rechts ran und standen auf der Standspur. Es gab kein Licht auf der Straße, aber dafür am Himmel. Grüne Polarlichter tanzten über uns. Wir holten unser Foto-Equipment heraus und machten tolle Fotos. Zum Aufwärmen gab es Supe, Kaffee, Tee und norwegische Kekse. Unser Guide Martin half uns bei den Einstellungen zum Fotografieren und kümmerte sich auch ansonsten sehr gut um uns. Er macht die Nordlichtsafaris nebenbei, weil er einfach eine Leidenschaft fürs Fotografieren hat.

10 Dinge über Polarlichter

Ich bin jetzt absolut kein Experte für Polarlichter und Fotografie. Aber ich möchte meine Erfahrungen hier kurz wiedergeben. Denn ich hatte in meiner Naivität gedacht, dass ich mit dem Smartphone die Polarlichter fotografieren könnte. Mit diesen Basics steigen die Chancen auf so Fotos wie oben.

  1. Bringt unbedingt ein Stativ mit, sonst verwackeln die Aufnahmen
  2. Schaltet unbedingt den Blitz aus, auch beim Smartphone
  3. Man kann die Nordlichter nicht zwingen zu erscheinen, weil sie ein Naturereignis sind
  4. Je nördlicherer Ihr über dem Polarkreis seid, desto höher die Chancen auf Polarlichter
  5. Es gibt rote und grüne Aurora Borealis. Rot, wenn die elektrisch geladenen Teilchen auf Stickstoffatome treffen und grün bei Sauerstoffatomen
  6. Beste Jahreszeit: September bis März, am allerbesten von November bis Januar
  7. Die Belichtungszeit der Kamera sollte bei 8 bis 20 Sekunden eingestellt sein
  8. In Wirklichkeit sind die Nordlichter nicht so farbig mit dem Auge zu erkennen
  9. Generell hat man mehr Chancen mit einem erfahrenen Local-Guide
  10. Es sollte extrem dunkel sein, am besten sieht man die Aurora Borealis außerhalb von Städten

Peskatun Nordlicht-Camp

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Unser Ausflug endete wieder um 23:45 Uhr am Hafenkai von Alta. Doch vorher waren wir noch mal in dem Camp, wo wir wieder beeindruckende Aurora Borealis sehen konnten.

Die Kosten liegen pro Person bei 1.500 Kronen. In einem kurzen Gespräch mit dem Manager von Peskatun, Trond, erfuhr ich, dass es fast immer Nordlichter zu sehen gibt. Es gab einmal den Fall, dass es schwierige Sicht-Bedingungen gab und dann fuhr ein Guide mit den Gästen bis nach Finnland und dort sahen sie dann die Polarlichter. Die Tour dauerte bis in den frühen Morgen. Trond möchte, dass jeder dieses schöne Naturspektakel erlebt. Die Touristen zahlen eben viel Geld, um nach Nordnorwegen zu kommen und um ihren Lebenswunsch zu erfüllen. Ich finde den Ansatz sehr löblich, dass er alles versucht, um seinen Gästen den Wunsch zu erfüllen.

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