Nordkap, Nordkapp, Norwegen, Kreuzfahrt, Aida, MSC, Costa, Reisebericht, Blog, Skandinavien
⏱ Lesezeit: 14 Minuten
Werbung

Am 4. August 2013 war es endlich so weit: es ging bis ganz nach oben in Norwegen zum Nordkap. Ich fuhr mit dem Kreuzfahrtschiff Costa Pacifica von Hamburg aus. Acht Stationen in Norwegen erwarteten mich. Es war wunderbar. In meinem Reise-Tagebuch möchte ich ein paar Einblicke geben.

4. August 2103 – Hamburg (Deutschland)

Wie beginnt die schönste Reise nach Norwegen? Natürlich mit der Deutschen Bahn. Zum Glück verlief alles gut, ohne Verspätungen. Mit dem Zug ging es nach Hamburg. Vorm Bahnhof konnte man seine Koffer bei einem Costa-Transporter abgeben und vom ZOB in Hamburg fuhr ein, von Costa organisierter, Shuttle direkt zum Hafen. Am Terminal angekommen, ging es durch die Sicherheitskontrollen zum Check-in. Noch eine kurze Unterschrift, dass man keine Krankheiten auf das Schiff mitbringt und es konnte losgehen: Vorbei an einer Werft, Strandbars, dem Airbus-Gelände und vielen anderen Schiffen.

5. August 2013 – auf See

Costa Pacifica

Heute war Entspannen angesagt und das Schiff wurde erkundet. Die Costa Pacifica ist ein Themen-Schiff. Alles dreht sich um Musik. Es gibt ein Theater, ein Tonstudio, Karaoke, Pianisten und Bands an Bord. Die gesamte Innen-Dekoration hat Musik als Thema. Mehr dazu später.

Daten/ Fakten zum Schiff:

Das Schwesterschiff heißt Costa Serena. Es ist auch baugleich mit der Costa Concordia. Bruttoregistertonnen: 114.500 Tonnen, Länge: 290,20 Meter. Breite: 35,5 Meter. Anzahl Passagiere bei Doppelbelegung:  2.979,  (bei Höchstbelegung) 3.780. Anzahl Kabinen: 1.504 Besatzungsmitglieder: 1.100. Anzahl der Decks: 17 (davon 14 Passagierdecks). Bau 2009 in Fincantieri – Italien.

6. August 2013 – Hellesylt (Norwegen)

In Hellesylt bekommt man den ersten Eindruck der norwegischen Fjorde, wenn man aus dem Bullauge des Schiffes guckt. Hohe Felswände, blau/grünes Wasser und man denkt sich: „Jetzt bin ich in Norwegen“. Hellesylt ist ein kleiner Ort kurz vor dem Geirangerfjord. Hier wurden ein paar Passagiere mit Tenderbooten ans Land gebracht, die einen Tagesausflug bei Costa gebucht hatten und dann in Geiranger wieder auf das Schiff kommen werden.

6. August 2013 – Geiranger (Norwegen)

Bevor wir in Geiranger ankommen, passieren wir die wohl bekanntesten Wasserfällen Norwegens. Wenn man in den Fjord reinfährt, sieht man auf der linken Seite den Wasserfall „Die sieben Schwestern“ (sieben kleine Wasserfälle) und rechts den „Freier“ (Er hat die typische Stelle, die wie eine Flasche aussieht). Geiranger selbst ist ein kleiner Ort. Hier gibt es Hotels, einen kleinen Supermarkt, eine Touristeninformation, Shops mit Souvenirs, kleine Läden und Cafés. Von hier starten auch vielen Touren mit dem Bus. Für mich ging es mit dem Bus hoch auf den Berg Dalsnibba. Auf der Fahrt dahin ging es eine schmale Serpentine hoch, vorbei an vielen schneebedeckten Berggipfeln. Und schönen Seen. Oben auf dem Dalsnibba (1500 Meter hoch) war es eiskalt, trotz Augustwetter. Zu sehen gab es die typischen Steinhaufen in Norwegen. Auf dem Rückweg gab es verschiedene Stopps, wo man hinab in das Tal schauen und das Schiff sehen konnte. Dann gab es noch einen kurzen Abstecher in den kleinen Moods of norway-Store. Hier gibt es Stücke aus der alten Kollektion günstiger. 🙂 Dann ging es auch wieder aufs Schiff. Wer nach Geiranger kommt, sollte sich genau vorher informieren, welche Touren es gibt. Denn wenn drei Kreuzfahrtschiffe anlegen, sind schnell mehrere Tausend Menschen in dem kleinen Dorf und viele Bus-Touren sind dann ausverkauft. Man kann aber auch mit einem kleinen Schiff durch die Fjorde fahren. Dies bringt aber nichts, denn man kommt ja eh mit dem Kreuzfahrtschiff an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Ich würde schon den Bus empfehlen oder mit dem Fahrrad, wenn schönes Wetter ist. Notfalls kann man etwas in den Läden stöbern, einen Kaffe trinken oder in das Fjord Center gehen. Man sollte auf jeden Fall in den Joker-Supermarkt und da in dem kleinen Café eine Waffel essen. Übrigens für alle NordiWannabes: In der Touristen-Information gibt es kostenloses Wifi für eine begrenzte Zeit.

Hilfreiche Links:

http://www.geiranger.no/en 

http://www.visitnorway.com/de/reiseziele/fjord-norwegen/the-geirangerfjord/what-to-do-in-the-geirangerfjord-area-and-trollstigen/attractions-in-the-areas-of-the-geirangerfjord-and-trollstigen/der-geirangerfjord/ 

7. August 2013 – auf See7. August 2013 – auf See

Heute konnte man sich wieder etwas auf dem Schiff ausruhen.

8. August 2013 – Honningsvåg (Nordkap, Norwegen)

Endlich. Nach drei Tagen auf dem Schiff war ich endlich am Nordkap beziehungsweise Honningsvåg. In Honningsvåg leben zirka 2300 Menschen, die echte Kälte und Dunkelheit kennen. Hier liegt im Winter richtig viel Schnee. Aber leider nicht im August. 🙂 Dafür habe ich Rentiere gesehen. Echte (!!!!) Rentiere. Während bei uns in der Stadt Ratten und Tauben rumlaufen, laufen durch diese Stadt im Norden die Rentiere einfach über die Straße. Ein Highlight für die Touristen. Ich sah sie schon vom Schiff aus auf dem Berg. Sie passen sich wunderbar in die Landschaft ein. Deshalb waren sie schwer zu sehen. Auf der Rückfahrt zum Schiff liefen auch Rentiere an der Tankstelle lang. Der Bus hielt und ein „Ooooooh“ ging durch die Sitzreihen. 🙂

In der Stadt Honningsvåg selber habe ich dann auf norwegisch nach einer Prepaid-Karte für meine norwegische Simkarte gefragt. Allerdings ohne Erfolg. Es gab genau ein Geschäft mit Haushaltsgeräten und einen Supermarkt, die für mich in Frage kamen. Wie sich später herausstellte, hätte ich die Karte direkt am Kiosk kaufen können. Denn die Prepaid-Karte, die man zum Telefonieren aufladen kann, funktioniert auch fürs Internet. Naja. Beim nächsten Mal. 🙂  Aber wo waren die Rentiere geblieben? Ich machte mich auf die Suche und hatte vom Schiff aus gesehen, dass welche in der Häusersiedlung waren. Also kletterte ich auf die Erhöhung zu den Häusern und tatsächlich lagen dort welche. Wunderschön. Allerdings bin ich nicht zu nah dran, denn ich wollte nicht von einem wilden Rentier verfolgt werden und dabei von den Touristen fotografiert werden.

Außerdem sieht man in der Stadt diese Holzgestelle, wo Stockfisch getrocknet wird. Es gibt auch einen kleinen Laden direkt am Hafen, wo einheimische, ältere Damen Rentierfelle verkaufen. Ansonsten ist diese Stadt sehr geprägt vom Hafen. Es gibt einen Souvenir-Laden mit Ice-Bar. Allerdings habe ich diese Ice-Bar nicht besucht. Zu teuer. Vor einem weiteren Souvenir-Laden steht die Statue des Hundes Bamse, der innerhalb der Marine sehr bekannt ist.

Später ging es dann mit Bus, der von Costa organisiert wurde, zum Nordkap. Die Landschaft ist sehr schön. Das Land ist zwischen den Bergen sehr weit. Man kann seinen Blick in die Ferne schweifen lassen. Wir haben einen Halt gemacht bei einem alten Sami-Dorf. Hier konnte man Souvenirs kaufen und sich mit einem Rentier fotografieren lassen. Der Rentier-Besitzer muss einen Superjob haben. Er steht den ganzen Tag da mit dem schönen Tier, man durfte es nicht anfassen, aber bezahlen. 🙂 Dann ging es mit dem Bus weiter bis zum Ende der Welt – gefühlt. Hier steht das moderne Besucherzentrum. Leider hatten wir nicht so viel Zeit.

Man kann Mitglied werden im königlichen Nordkap-Club. Als NordicWannabe habe ich da mitgemacht. 🙂  Im Jahr 2014 waren es laut wikipedia 46.000 Mitglieder. Man erhält durch die Mitgliedschaft lebenslang freien Eintritt zum Nordkap. Außerdem gibt es in dem Zentrum (Nordkap Kapelle) ein Café, ein Postamt, ein Restaurant, einen Shop und Toiletten.

Draußen sieht man die typische Weltkugel, hier lässt sich jeder davor fotografieren, der zum Nordkap kommt. Außerdem sieht man noch das Denkmal der Kinder der Welt, das 1989 errichtet wurde. Das Denkmal besteht aus einer Mutter mit einem Kind, das auf sieben runde Tafeln zeigt. Jede Tafel wurde von einem anderen Kind auf der Welt gestaltet. Auch hier sieht man viele aufeinander gestapelte Steinhaufen, die Steinmännchen symbolisieren sollen. Diese sollen Wanderer vor bösen Trollen schützen.

Viele denken, dass das Nordkap der nördlichste Punkt Europas sei, doch das ist nicht ganz richtig. Es ist der nördlichste zugängliche Punkt Europas. Der absolut nördlichste Punkt ist der westlich gelegene Knivskjellodden, der sich 1.457 Meter weiter nördlich erstreckt.

http://www.nordkapp.no/en/attractions-and-activities

9. August 2013 – Tromsø (Norwegen)

Meine Traumstadt.Tromsø. Hier würde ich sofort hinziehen. Im Winter ist es kalt. Es liegt immer Schnee dort im Winter. Es wird niemals wärmer im Jahr als 15 Grad Celsius dort!!!! Perfekt für einen NordicWannabe. Man sieht Polarlichter und kann viel Fisch essen. Es soll auch Wale dort geben.

Die Costa Pacifica legte etwas außerhalb der Stadt morgens am Kai an. Mit dem Busshuttle-Dienst (gegen Aufpreis) von Costa vom Hafen in die Innenstadt, ist man in 15 Minuten mitten in der City. Ganz nah an der Touristen-Information. Von hier ist es nicht weit zum Kai, wo die Hurtigruten-Schiffe ankommen. Hier kann man auch Fotos von der Eismeerkathedrale machen, die wie eine Ansammlung von Eisplatten aussieht. Dann geht es zu Fuß zum Polaria-Museum, das ebenfalls wie  Eisschollen aussieht. Es sind nur ca. 15 Minuten von der Stadtmitte bis dorthin. Das Museum bietet einen Einblick in die Polarforschung. Es gibt einen Panorama-Film, den man sich aber sparen kann.  Meerestiere aus der Region finden sich in Aquarien und in der zweiten Etage ist das Highlight: Eine große Anlage für Robben. Wenn man Glück hat, kann man die Fütterung der Meeressäugetiere beobachten. Nah des Museums ist auch die Brauerei Macks Ølbryggeri, die 1877 von einem Bäcker aus Braunschweig gegründet worden ist.

Dann ging es zurück in die Innenstadt. Es gibt eine lange Einkaufsstraße mit vielen kleinen Geschäften. Hier kann gebummelt werden. Man sieht den Dom, die nördlichste Universität in Europa und man kann am Hafen viel Fisch essen. Es gibt auch eine Seilbahn zum Berg hinauf, aber die habe ich nicht getestet. Am späten Nachmittag ging es dann auch schon wieder auf das Schiff.

http://www.polaria.no/home.155300.de.html

10. August 2013 – Leknes (Lofoten, Norwegen)

Achtung! Nun kommt man wohl auf die schönsten Inseln Norwegens. Auf die Lofoten. Da ist die Natur wunderschön, es gibt wenig Menschen, wenig Industrie, wenig Lärm. Es ist einfach toll dort. Wer mal da war, kommt immer gerne zurück. Es ist das Paradies der Postkarten-Motive. Unbedingt eine Kamera mitbringen und damit meine ich kein Smartphone. 🙂

Wer aber mit einem Kreuzfahrtschiff, wie der Costa Pacifica, nach Leknes kommt, sollte sich unbedingt vorab sein Programm zusammenstellen bzw. buchen oder sich darauf einstellen, dass in Leknes NICHTS los ist. Man kann etwas wandern. Aber sonst ist da nichts los. Also: Entweder macht bucht einen Ausflug mit dem Kreuzfahrt-Anbieter (Dies bitte nicht erst am Vortag der Lofoten, sondern schon vorher, denn diese Ausflüge sind schnell ausgebucht).  Zwar ist das nicht ganz günstig oder man organisiert sich selber etwas vorab. – Der Hafen ist sehr klein und es wird getendert. Es gibt keinen Autoverleih oder Fahrradverleih (Stand 2013), der am Hafen steht und viele Wagen hat. Man muss alles vorab buchen per Internet oder Telefon und kann sich dann am Hafen etwas abholen. Aber vor Ort ist alles ausgebucht. So erging es auch mir. Kein Auto, kein Fahrrad, nichts. Es gab einen Bus, den man extra bezahlen musste von Costa und der fuhr einen dann in die Stadt, die man per Fuß nicht gut erreicht, wenn man nicht gerne läuft. Es sind bestimmt 30 Minuten Fußmarsch bis in die Stadt. Dort gibt es dann eine Tankstelle, einen Supermarkt, ein Café und ein paar Häuser natürlich.

Es existieren auch öffentliche Busse, aber die fuhren nur sehr selten. Auch beim xten Versuch bei den Autovermietungen etwas noch zu buchen, gab es keinen Erfolg. Ok, was nun? Zunächst ging es in ein Café, eigentlich war es eine Bäckerei. Da habe ich Napoleons-Kake (Kuchen) gegessen, Ich liebe diesen Kuchen. Er ist so fantastisch lecker. Ich würde ihn auch gerne mal nachbacken, aber bisher hat es leider noch nicht geklappt.

Napoleonskake

Die Basis des Kuchens ist eine Art Blätterteig, dann Vanillepudding, Sahne, wieder Blätterteig und oben Zuckerguss. Natürlich ist das alles kalorienarm 🙂 Der Kuchen ist sooo lecker. Jeder, der mal nach Norwegen fährt, sollte ihn probieren. Ich hab ihn schon in Kristiansand, Stabanker, Oslo und Leknes gegessen.  (Man bekommt ihn aber auch im Zweier-Pack beim norwegischen Supermarkt im Kühlregal).

Danach ging es in einen großen Supermark, wo es dann norwegischen Senf für Hotdogs in Deutschland gab. 😉 Wenn man in Leknes ist, sieht man auch sehr gut die Propeller-Flieger der Airline Widerøe.  Sie starten und landen sehr nah am Zentrum. – Wenn man dann, ohne Mietwagen, wieder zum Schiff geht, sollte man unbedingt noch Zeit für den Strand einplanen. Bevor man aber die Füße ins Wasser hält, kann man auch auf den kleinen Hügel hochklettern, der direkt am Anleger ist. Von oben hat man eine wunderbare Aussicht über den Strand, das Meer und die Landschaft. Aber bitte vorsichtig sein beim Klettern!  Und wenn man heile wieder unten ist, geht es an den weißen Sandstrand. Unglaublich, man ist in Norwegen. Es gibt hohe Berge, viele Felsen und dann ist da auf einmal ein kleiner Strand. Das Wasser ist so sauber und klar.  Und dank des Golfstroms war das Wasser auch erträglich warm. Aber Baden würde ich im August nicht mehr darin. 🙂  Es gibt viele Surfer, die im Sommer auf den Lofoten sind zum Surfen.

Für mich ging es abends wieder aufs Schiff und zum nächsten Stopp Trondheim.

11. August 2013 -Trondheim (Norwegen)

Im sechsten Teil meiner Nordkap-Kreuzfahrt gab es auf der Rückfahrt einen Halt in Trondheim. Die Costa Pacifica machte direkt stadtnah fest am Hafen. Von hier aus sind es nur wenige Schritte, über eine Brücke, in die Innenstadt. Trondheim kann man per Fuß erkunden. Man braucht keine Stadtführung und keine öffentlichen Verkehrsmittel. Alles ist übersichtlich und man schafft Trondheims Hauptattraktionen in wenigen Stunden. Wenn man das Schiff im Rücken hat und in der Innenstadt ist, kann man links in Richtung der Speicherhäuser am Nidelv gehen. Dort angekommen, kann man sich die alten Speicherhäuser ansehen, die aus Holz und bunt bemalt sind. Man kann runtergehen und am Wasser entlang in Richtung Innenstadt gehen. Hier sind viele kleinen Boutiquen und Cafés mit Waffeln. Dann kommt man an die rote Holzbrücke Gamle Bybroen aus dem Jahr 1862. Unweit von der Brücke ist auch der Nidarosdom. Er wurde im Spätmittelalter erbaut und gehört zu den ältesten Gebäuden Skandinaviens. Wer rein möchte, muss bezahlen. Ich habe nur von außen ein paar Fotos gemacht, es regnete in Strömen. Dann ging es in die Fußgängerzone und wieder direkt in Richtung Bahnhof beziehungsweise Hafen. Es gibt ein paar Geschäfte auf dem Weg dorthin. In der Nähe des Anlegers ist auch das Popmusik-Museum „Rockheim“ in einer alten Lagerhalle mit einer interessanten Dachkonstruktion. Hier erfährt man alles über die norwegische Populär-Musik seit 1950. Der Eintritt liegt bei 120 Kronen pro Person. Aber er lohnt sich. In der multimedialen und interaktiven Ausstellung, kann man sich selbst als Musiker ausprobieren. Ich habe an den Drums gespielt und an der E-Gitarre. Es hat sich schrecklich angehört 🙂 Man kann Musik hören von Ole Torjus, A-ha, Wencke Myhre und vielen anderen norwegischen Sängern, Bands und Musikern. Natürlich darf auch nicht ein dunkler Proberaum für Healy-Metal-Fans fehlen. 🙂

Danach ging es wieder auf das Schiff, durchnässt vom Regen, aber voller musikalischer Eindrücke aus Norwegen.

12. August – Åndalsnes (Romsdalsfjord, Norwegen)

Wenn man in Åndalsnes ist, ist man direkt in Fjordnorwegen. Die Landschaften sind sehr märchenhaft. Hohe Berge, Seen, Wasserfälle und dank des direkten Anlegens der Costa Pacifica ist man mitten im Geschehen. Falls man hier keine Tour gebucht hat, sollte man sich einen Mietwagen buchen oder mit der Raumabanen (Eisenbahn) fahren. Denn in Åndalsnes selbst ist nicht viel los. In der kleinen Stadt am Isfjord leben 2231 Menschen. Also sollte man sich einen Mietwagen buchen, denn in der Region gibt es viele Hotspots für Nordicwannabes: Trollstigen, Trollveggen und eine Stabkirche.  Man ist mitten im Land der Trolle, die laut der Sage im Kontakt mit der Sonne zu Stein erstarren sollen. 🙂 – Den Mietwagen gab es bei Avis und wurde direkt zum Hafenkai gebracht, also keine zwei Minuten vom Schiff. Der Wagen war weiß (!!!) und hat ca. 70 Euro gekostet. Später musste er vollgetankt wieder am Kai abgegeben werden.

Die Fahrt begann in Åndalsnes, mithilfe von Googlemaps auf dem Smartphone. 🙂  Zunächst ging es in Richtung Tresfjord entlang des Romsdalfjordes. Bei Sonnenschein muss diese Strecke ein Traum sein, leider hatte es an dem Tag aber geregnet. Dann ging es direkt durch die Mitte vorbei an Schafen nach Valldal. Dies war eine Abkürzung, um Zeit zu sparen. Der weiße (!!!) Mietwagen sah aus, wie Sau. 🙂 Voll mit Schlamm. Zum Glück hat es aber geregnet und der Wagen war abends wieder halbwegs sauber. Auf der 63 ging es dann zum Trollstigen (Trollleiter). Trollstigen gehört zu den bekanntesten Touristenstraßen Norwegens und befindet sich 20 Kilometer südlich von Åndalsnes. Die Trollleiter führt über den Wasserfall Stigfossen und man überwindet eine Höhendifferenz von 405 Metern und erreicht am Ende eine Höhe von 850 Metern. Oben gibt es ein kleines Besucherzentrum mit Toiletten, Parkplätzen und Souvenirs. Man kann dort kostenlos (Stand 2013) zu zwei Plateaus gehen und hat einen tollen Blick über das Isterdal. Man sieht die Serpentinen-Straße, den Wasserfall und kann bei gutem Wetter bis hinunter zum Kreuzfahrtschiff gucken. Angeblich :-). Dann ging es mit dem Auto in Richtung Åndalsnes weiter.  Aber nicht wieder zum Hafen, sondern zu der Trollveggen.  Trollveggen ist eine 1000 Meter steile Trollwand aus Gestein. VieleTouristen kommen da hin.  Ansonsten ist es nicht sehr besonders und nur bei gutem Wetter ein Genuss. Hier springen im Sommer auch viele Base Jumper runter.

Natürlich gibts hier auch einen echten Troll 🙂

Troll Norwegen

Von hier ist es nicht weit zurück nach Åndalsnes. Also blieb noch genug Zeit, um zu einer Stabkirche zu fahren, die auch hier in der Nähe ist. Die Stabkirche Rødven ist in Rauma. (Man muss etwa 1,5 Stunden für den Trip einplanen) Sie stammt aus dem Jahr 1589. Nach einem kurzen Fototermin im strömenden Regen ging es dann wieder nach Åndalsnes. Auto auftanken. In der Tankstelle gab es dann noch regionale Brause mit Ananasgeschmack :- )

Norwegische Brause

Seher lecker. Dann wurde das weiße (!!!) Auto wieder abgegeben und es ging wieder auf die Costa Pacifica.
13. August – Bergen (Norwegen)

In Bergen regnet es eigentlich immer. Naja. fast immer. So auch an diesem Tag. Später schaute aber auch mal die Sonne vorbei. Die Kreuzfahrtschiffe legen schon immer zentral an, aber man muss noch ca. 20 – 30 Minuten zur Innenstadt laufen, da wo auch die Touristeninformation ist. Dies war mein zweiter Besuch in Bergen und der letzte Tag in Norwegen. Deshalb sparte ich mir die typischen Sehenswürdigkeiten, wie die bunten Holzhäuser im Hafenviertel Brygge sowie die Seilbahn Fløibane (Bahn) zum Berg Fløyen. Von dort hat man, bei gutem Wetter, einen fantastischen Überblick über das Bergen Panorama. – Mich zog es dieses Mal nur kurz in die Markthalle mit frischen Fisch und großen Königskrabben, direkt am Hafen, und in die Einkaufsstraße. Dann ging es mit der (neuen) Straßenbahn von der Innenstadt bis zur Haltestelle Fantoft. Von hier sind es nur ca. 9000 Meter bis zur Fantoft-Stabkirche, die man zu Fuß erreichen kann in 15 Minuten. (Wenn man aus der Stadt kommt, aussteigen, Richtung Supermarkt und dann den Fantoftvegen entlang. Man muss etwas suchen, denn die Kirche ist versteckt im Wald. Aber Vorsicht! Sobald man da ein Tor durchgeht, steht da ein unsympathischer Herr, der Geld haben will (50 Kronen pro Person). Viele haben sich dort beschwert. Denn selbst wenn man durch dieses Tor gegangen ist, ohne in die Kirche zu wollen, musste man bezahlen. Nach kurzer Diskussion bin ich wieder raus aus dem Gehege, denn das Schild mit den Kosten war so angebracht, dass man nichts erkennen konnte auf den ersten Blick. Nachdem ich mich dann wieder entspannt hatte, ging es weiter zum nächsten Highlight. 🙂 Zum Lunchkonzert, welches täglich vom 1. Juni bis zum 30. September, 13.00 – 13.30 Uhr im Edvard Grieg Museum stattfindet. Tickets kosten 160,-/110,- Kronen (Eintritt in das Museum und Griegs Villa inbegriffen). Man erreicht das Grieg-Gelände auch mit der Bahn. Muss dann aber wirklich weit laufen. Die Haltestelle heißt Hop. Auf dem Grieg-Gelände erwartet einen das Museum, ein Konzertsaal sowie die alte Villa von Edvard Grieg und das kleine rote Haus, wo Grieg immer komponierte. Um 13 Uhr gab es das Piano-Konzert mit der wunderbaren Liv Glaser (geborgen 1935 in Oslo). Sie spielt die Lieder von Edvard Grieg mit so viel Leidenschaft und Kraft. Ich habe ihr soooo gerne zugehört. Mein Lieblingslied war „Hochzeit auf Troldhaugen“

(Das im Video ist nicht Liv Glaser 🙂 )

Vom Konzertsaal aus kann man durch eine große Glasfront auf den Fjord schauen. Vorbei an der Edvard Grieg-Statue kommt man unten an das Wasser zum kleinen roten Haus, wo Grieg komponiert hat. Geht man zurück in Richtung Museum, kann man auch links runter zum Wasser und sieht angeblich, die Gruft, wo Grieg begraben ist. Wer ist eigentlich Edvard Grieg? Edvard Hagerup Grieg wurde am 15. Juni 1843 in Bergen geboren und starb am 4. September 1907 dort. Er war ein norwegischer Pianist und Komponist der Romantik. Das Lied „Morgenstimmung“ aus der Peer Gynt-Suite kennt sicherlich jeder:

Dann ging es wieder zurück nach Bergen, entlang am Hafen, und zurück zum Schiff nach Deutschland. 🙁

14. August auf See

Am letzten Tag der Reise habe ich das Schiff etwas genauer erkundet. Ich muss ganz ehrlich sagen: Für mich ist eine Kreuzfahrt nur ein Transportmittel und ein Hotel. Ich brauche kein Schwimmbad, keine Shops, keine Wasserrutsche, kein Theater, kein Casino, keine Diskothek, keine Bar, keinen Tennisplatz, keine was weiß ich…. Ich will eigentlich nur an mein Ziel kommen, ich brauche etwas zu Essen. Aber auch nicht eine Riesenauswahl an Essen.  Ein sauberes Bett und ein sauberes Bad sind allerdings ein Mustave. Und dies war auf dem Schiff gegeben. Der Kabinen Steward war der Beste! Er hat das tägliche Programm gebracht, er hat immer alles aufgeräumt. Sogar die Klamotten, sehr unangenehm 🙁 Und er hat stets tolle Sachen aus Handtüchern kreiert, Tiere und Schiffe. Einmal gab es Frühstück auf der Kabine. Mein Traum. Denn ich möchte eigentlich ungern mit den anderen hunderten Menschen immer zusammen essen. Wie gesagt, ein Bett und ein Fernseher sind perfekt. Schließlich ist es ja Urlaub. 🙂 Ansonsten kann ich mich auch nicht beklagen, nur die deutsche Reiseleitung auf diesem Schiff war ab und zu etwas unkoordiniert und unfreundlich. Auch an der Rezeption waren die Mitarbeiter teilweise sehr unfreundlich. Ich ärger mich über so etwas immer. Aber es ist eben eine italienische Besatzung und da spricht man lauter, es sind unterschiedliche Mentalitäten und das ist auch okay so. Bei Ausflügen war ab und zu nicht klar, wann es losging etc. Insgesamt war auch das Essen an Bord sehr gut. Täglich Nudeln mit Bolognese-Soße. 🙂  Es gab feste Tischzeiten und Plätze. Man wird nach Land und Alter zusammengesetzt. Wenn man keine Lust auf Gesellschaft hatte, konnte man auch ins Büffet-Restaurant gehen. Ab und zu gab es Gala-Essen in Abendkleidung und so Thementage. Aber das dies habe ich nicht mitgemacht. 🙂

15. August Kiel (Deutschland)

Aktuell kann man 2015 wieder diese Reise mit Costa machen und ich kann sie nur weiterempfehlen! Mehr hier…

Werbung

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Gib hier deinen Namen ein