Smørgås, Smorgas, skandinavisches Restaurant, Frankfurt am Main, Essen, schwedisch, norwegisch, skandinavisch, Blog, Nordisk

Als ich vor einiger Zeit in Frankfurt war, suchte ich im Internet nach skandinavischen Hotspots und fand zufällig das skandinavische Restaurant Smørgås. Bei diesem Restaurant stimmt einfach alles: die Einrichtung macht Lust auf Skandinavien, die Gastfreundschaft ist sehr herzlich und das angebotene Essen ist total lecker. Ich habe für Euch schwedische Köttbullar und Elchburger getestet. Wie es geschmeckt hat, lest Ihr in diesem Artikel. Von Oktober bis März gibt es außerdem an jedem ersten Samstag im Monat einen Wikinger-Abend in dem Lokal. – Im Gespräch mit der Besitzerin Karolina erfahrt Ihr, wieso sie ein Stückchen Skandinavien nach Frankfurt geholt hat. – Wenn Ihr mal in Frankfurt seid und ein skandinavisches Restaurant sucht, solltet Ihr unbedingt mal bei Smørgås vorbeischauen.  

Smørgås, Smorgas, skandinavisches Restaurant, Frankfurt am Main, Essen, schwedisch, norwegisch, skandinavisch, Blog, NordiskMein Besuch ist schon länger her, aber ich weiß noch ganz genau, wie lecker die Speisen im  Smørgås waren, das es seit dem 5. Mai 2014 in Frankfurt gibt. Die Speisekarte ist richtig gut: Es gibt verschiedene Sorten Smørrebrød. Das sind belegte Brote, die hier als Hauptspeise bestellt werden können und jeweils von jedem nordischen Land inspiriert wurden. Da ich ja unbedingt Elchburger essen wollte, habe ich auf Smørrebrød verzichtet. Dann gibt es Suppen, Vorspeisen (Fisch-, Ente- und Gemüsegerichte aus Skandinavien). Die Hauptspeisen sind die Highlights: Es gibt unter anderem Köttbullar (Elch und Schwein) und besonders hervorheben möchte ich das Skrei-Filet, das wirklich sehr norwegisch ist. Stammt dieser Winterkabeljau schließlich von den Lofoten und ist besonders zart. Aber ich habe es nicht probiert. Vielleicht das nächste Mal. Sieben Burger-Sorten runden das vielfältige Angebot ab. Und zum finalen Gaumenschmaus  gibt es noch Homemade-Eis. Doch fangen wir zunächst mit der Einrichtung des Restaurants an.

„Ich kann nicht nur schwedisch bzw. nur norwegisch. Ich habe halt skandinavisch gelernt und gelebt.“

Karolina, Besitzerin von Smørgås

Die Einrichtung: 

So stelle ich mir ein skandinavisches Restaurant von Außen vor: Ein Elch, skandinavische Flaggen und Buchstaben mit ø und å. 🙂 Für einige ist dieses vielleicht zu viel Klischee. Aber ist es nicht genau das, was wir suchen? In Berlin hatte ich ja mal das norwegische Restaurant „Munch’s Hus“ besucht, was eher nüchtern eingerichtet war. Doch im Smørgås sieht es ganz anders aus. Und Drinnen geht es so weiter. Dort gibt es rote Holzwände, die an kleine Holzhütten in Schweden erinnern.

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Der obligatorische Elch hängt an der Wand, ebenso der freundliche Wikinger und das schwedische Dala-Pferd steht am Eingang. 🙂

Und auch der Rest kann sich sehen lassen. Die kleine Bar im Eingangsbereich ist sehr einladend. Auf dem Weg zu den Örtlichkeiten, kann man Grüße aus dem Norden sehen, die dort an einer Wand gesammelt werden. Und sehr schlicht, aber effektiv sind die kleinen Birkenstämme, die als Teelichthalter dienen. Man merkt, dass die Besitzerin sich viel Gedanken über alle Details gemacht hat. Es gibt sogar einen Gulli-Deckel aus Tromsø, Norwegen. 🙂

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Doch wie hat das Essen geschmeckt? Die Vorspeise:

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Zu Beginn gab es Knäckebrot mit salziger Butter.

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Meine Begleitung hatte eine Flußkrebs-Suppe, die sehr lecker gewesen sein soll. Das Brot war auch sehr schmackhaft.

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Ich selber hatte eine kleine Portion Köttbullar mit Kartoffelpüree. Diese schwedischen Fleischbällchen gehören zu den besten Köttbullar, die ich bisher gegessen habe und kommen in meine Top 3. Dort sind auch die Köttbullar von Kanellbullen aus Düsseldorf. Die Köttbullar sind einfach ein Must-Have für ein skandinavisches Restaurant. Das Kartoffelpüree war ebenso sehr schmackhaft und auch das Anrichten der Speisen auf dem Teller ist große Klasse!

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Als Hauptspeise hatte meine Begleitung das nordische Rindersteak mit Boysenbeerjus. Das Steak war perfekt! Das ist auch das Lieblingsgericht der Restaurant-Besitzerin.

Für mich gab es endlich den Elchburger.

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Oh mein Gott: Als ich „Burger“ las, hatte ich nicht mit sooo einem großen Burger gerechnet. Das Fleisch war ein richtiger Klumpen. Der Burger kam mit Kartoffelspalten und Ketchup sowie Mayo. Das Fleisch war richtig saftig und lecker. Doch leider viel zu viel. Ich hatte ja vorher schon die Köttbullar gegessen, ich musste ja unbedingt Elchfleisch probieren. 🙂

Wenn Ihr also den Burger bestellt, esst lieber nichts vorher.

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Zum Nachtisch gab es selbst gemachtes Schokoladen-Eis. Ein Traum mit Kekskrümmel.

Auch die Getränke können sich sehen lassen. Es gibt nordische Biere und beispielsweise Moosbeer-Eistee!

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Das Smørgås ist auf jeden Fall eine Empfehlung, wenn man skandinavisch Essen möchte in Frankfurt. Darüberhinaus bietet das Restaurant auch Catering an und im Zeitraum von Oktober bis März gibt es an jedem erstem Samstag im Monat einen Wikinger-Abend. Man sollte auf jeden Fall aber vorab reservieren.

Nach meinen Besuch habe ich noch ein kleines Interview mit der Besitzerin Karolina Wyrwas geführt.

Was hat Dich inspiriert ein skandinavisches Restaurant mit Köstlichkeiten aus dem hohen Norden in Frankfurt zu eröffnen?

Karolina: Ich bin Skandinavistin (habe also skandinavische Sprach- und Literaturwissenschaft studiert) und Skandinavien generell ist/war immer mit mir dabei gewesen. Bereits in meiner Kindheit habe ich, von meiner Familie in Schweden, Päckchen bekommen. Weibliche Familienangehörige und ich hatten immer Klamotten aus Schweden. 🙂 Die Mythologie, die Runen, die Wikinger und natürlich die Sprachen (Ich liebe Sprachenlernen und die nordischen Sprachen gefallen mir besonders gut) –  all die Themen haben mich immer fasziniert. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland, von Aufenthalten im Norden, hat mir das „Nordische“ gefehlt. Vom Essen ausgehend, dem Klima bis zur Kultur, den Menschen usw. Ich esse normalerweise keinen Fisch, außer in Skandinavien (und jetzt in meinem Restaurant). Das alles war für mich die Inspiration nach dem Studium ein „little scandinavia“ nach Frankfurt zu ziehen, zu eröffnen und zu kreieren. Weil ich an Frankfurt familiär und geschäftlich gebunden bin, kann ich im Moment nicht nach Norden auswandern. Da mein Ehemann ein Gastronom/Koch/Ernährungsberater ist und wir bereits seit fünf Jahren ein Restaurant haben (Burgerrestaurant um die Ecke von Smorgas), habe ich den Schritt gewagt das nordische Restaurant aufzumachen. Und aus dem Grund, dass ich Skandinavistik studiert habe, wollte ich ein Restaurant aufmachen, was alle nordischen Ländern in etwa vereint.  Daher auch die Mischung aus dem Norden und nicht eine Richtung, da die nordischen kulinarischen Richtungen so ähnlich aber auch so verschieden  sind (genau wie die Sprachen). Ich kann nicht nur schwedisch bzw. nur norwegisch. Ich habe halt skandinavisch gelernt und gelebt.

Was ist Dein Lieblingsland in Skandinavien? 

Ich war bereits in allen nordischen Ländern. Länger gelebt habe ich aber in Stockholm und in Tromsø (wo ich gerade auch noch meine Promotion mache, wenn ich etwas Zeit dazu habe dahinzureisen.)

Was ist Dein Lieblingsgericht in Deinem Restaurant?

Mein Lieblingsgericht ist das nordische Steak mit Beerenjus, das es aber in der neuen Karte nicht mehr geben wird. Wir ändern unsere Menükarte ab und zu, eher saisonal. Generell liebe ich die Verbindung zwischen dem süßen und dem salzigen. Wie zum Beispiel Rührei mit Bacon und Erdbeermarmelade und Anisfrischkäse liebe ich auch. Außerdem mag ich die Desserts – nordisches Tiramisu – kommt neu auf die Speisekarte, ich liebe auch Zimt. 😉

Was ist typisch skandinavisch für Dich?
Das Typischste für mich ist das Polarlicht, Rentiere, das Wetter!, die Nachtsonne (im Sommer) und die Dunkelheit tagsüber (im Winter). Und natürlich die Moltebeeren.

Das Smørgås befindet sich in der Burgstraße 82 in 60389 Frankfurt am Main. Die aktuellen Öffnungszeiten, findet Ihr hier. Ein perfektes skandinavisches Restaurant.

6 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für den super tollen Tipp! Wir werden das morgen mal testen. Es schaut auf jeden Fall jetzt schon so aus, als ob man es als Skandinavien-Fan lieben wird! 🙂

      • Das Restaurant war wunderbar! Das Essen war absolute Klasse. Ich bin dir wirklich sehr sehr dankbar für diesen tollen Tipp.
        Ich hatte ebenfalls einen Moosbeer-Eistee, zur Vorspreise ein Skyr-Tiramisu, die Köttbullar auf Kartoffelbrei und zum Schluss eine Vanillewaffel mit Waldbeeren. Und am Schluss gabs noch einen schwedischen Cider. Alles war wirklich perfekt. Wir werden da auf jeden Fall nun öfter hinfahren. Zum Glück ist Frankfurt nicht allzu weit weg.

        Ich hatte zuvor nie geschafft, mal Elchfleisch zu probieren und konnte mir auch überhaupt nicht vorstellen, wie es schmecken soll. Umso überraschter war ich dann von den Köttbullar. Es war echt lecker, aber überhaupt nicht vergleichbar mit Fleisch, was man hier so isst. Ich bin total begeistert.

        Die Einrichtigung war ja der Knaller. So hübsch und nordisch. Ich hab direkt wieder Fernweh in den Norden bekommen.

        • Schön, dass es Dir auch so gefallen hat. Das freut mich. Ich mochte das Essen dort auch sehr und das Ambiente… einfach alles. Ich bin etwas neidisch, dass Frankfurt nicht so weit weg von Dir ist. Ich würde nämlich auch noch mal wieder hinfahren wollen. 🙂 Dann solltest Du auf jeden Fall auch mal den Design House Stockholm-Store in FFM besuchen. Der wird Dir auch gefallen. LG

          • Ich seh schon, du willst doch bloß, dass ich wieder Geld ausgebe. Ich habe mir auch erst vor Kurzem einige dieser hübschen Poster bestellt, über die du geschrieben hattest. 😀

          • Tut mir leid, aber die Sachen sind ja auch so toll 🙂 Welche Motive hast Du ausgewählt?

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